Das Messingwerk & seine Lage

 

Messingwerk: Geschichte und Vision

Das Areal des ehemaligen Messingwerks im Ortsteil Finow / Eberswalde bietet eine seltene Möglichkeiten, neue Lebens-,  Arbeits- und Wohnformen der Zukunft experimentell zu erproben und zu realisieren. Durch die Nähe zum Finowkanal und weiteren Quellflüssen auf dem Gelände besteht die Möglichkeit  großzügige, wasserbezogene Raumkonzepte für Kultur- und Tourismusprojekte zu entwerfen.

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Die teils aus dem 17. Und 18. Jahrhundert stammenden Industriegebäude befinden sich auf einem ca. 10 ha innerstädtischen Gelände. Durch die Schaffung eines mit dem Finowkanal verbundenen Binnenhafens bieten sich auf dem Gelände vielseitige Möglichkeiten für den Wasser- Fahrrad- und Wandertourismus auf dem „Industriekulturpfad Finowkanal“ attraktive Besichtigungs- und Unterhaltungsangebote zu schaffen.

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In die historischen, denkmalgeschützten „Kulissen“ des Messingwerkes und in Anlehnung an die Tradition der Kupferhäuser, als eines der innovativsten Fertighauskonzepte Anfang der 30iger Jahre, sollen heute modernste energetische und ressourcensparende Energiekonzepte realisiert werden, um den CO2- Verbrauch gering zu halten.

Die Verwendung von baubiologisch unbedenklichen Baustoffen geht einher mit einem hohen Gestaltungsanspruch an eine individuelle Architektur, die helfen soll, einen ganzheitlich erfahrbaren Lebensraum zu gestalten, der diesem Ort eine neue, unverwechselbare Charakteristik verleiht.

Ansicht Holzhalle

Erste Konzeptstudien aus einem in WS 2013/14 durchgeführten Studentenwettbewerb enthalten alle verschiedenen Konzept für gesundes, naturnahes Wohnen am Wasser. Dabei werden studentisches Wohnen in Verbindung mehrere Generationen berücksichtigende Wohnkonzepte dargestellt.

Für die Belebung des Tourismus, kommt neben der Ansiedlung von Restaurants und kleinen Geschäften im Hafen, vor allen Dingen eine Therme und ein Hotel, sowie Ansätze für eine museale Nutzung einiger  Hallen in Betracht.

Als ehemaliges Messingwerk wurden damals vor allen Dingen Knöpfe produziert, die für Uniformen und Trachten benötigt wurden. Historisch ließe sich daher ein Industrie- und Handwerksmuseum, in Verbindung mit einer Fertigung von preußischen Leinen- und Trachtenartikeln entwickeln.

Die Hallen und Flächen bieten des Weiteren auch Platz für Kulturveranstaltungen und  wöchentlich stattfindenden Ökogroßhandelsmarkt für regionale Produkte.