Die Historie des Messingwerks

 

1698  Der preußische König bestimmt den Bau des ersten Messingwerkes auf dem Gelände, das seit Beginn des 17. Jh. Standort eines Blechhammers war,

1719   Übernahme des Werkes durch die Königlichen Kriegs- und Domänekammer.  Preußens Bedarf an Patronen und Uniformknöpfen war groß.In der Folge wurden die ersten Arbeiterwohnhäuser errichtet, die ältesten,heute    noch erhaltenen Arbeiterhäuser Brandenburgs. Der Grundstein für die Messingwerk-Siedlung war gelegt.

1729   Verpachtung des Werkes an das renommierte Bankhaus Splittgerber und Damm, die u. a. bedeutende Rüstungsproduzenten waren.

1779   Die Anzahl der Bewohner des Ortes „Messingwerk“ liegt bereits bei 279 Personen, davon 67 Beschäftigte.Man lebt nicht „im“ sondern „in“ Messingwerk.

1786   Die preußische Krone beansprucht das Werk wieder   für sich, nachdem sowohl die Ertragssituation als auch Werk stark wuchsen. Unter Verwaltung des Königlichen Hüttenamtes entstanden im Zuge   weiterer Werksexpansionen Industriebauten von hohem architektonischem Anspruch.

1850   Das Werk gerät trotz einer Erweiterung der Produkpalette und Expansion erneut in die Verlustzone.

1863   Der Preussische Staat beschließt, das gesamte Messingwerk zu verkaufen.

1863   Das jüdische Familienunternehmen Aaron und Hirsch, erfolgreiche Metallhändler aus Halberstadt, erwerben das Messingwerk. Sie investieren in  Modernisierungs- und Erweiterungsvorhaben.

1871   Infolge des Deutsch-Französischen Krieges steigt die Nachfrage an Rüstungsgütern. Die Entwicklung zu einem weltweit agierenden Handelsunternehmen vollzieht sich schnell: Gustav Hirsch zählt zu den renommiertesten Wirtschaftsgrößen seiner Zeit.

Der in Hirsch Kupfer- und Messingwerk umbenannte Betrieb zählt bereits 1000 Beschäftigte.

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